Publizistische Tätigkeit

[ Publikationen ]        


Im Rahmen der Knappheit der Zeit und der lebensphilosophischen zunehmenden Realisierung dessen, was in entsprechenden Büchern mahnend mit Endlichkeit bezeichnet wird, habe ich meine Schreibpläne diesen Wirklichkeiten angepasst. Nach anfänglicher Fokussierung in der dritten Karriere auf den Aufbau einer kleinen Beratungsfirma, auf das Lehren und das Geniessen neuer Freiheiten, wird schreiben wieder wichtiger. So habe ich in diesem Jahr die Texte "Recht, Rechtsberufe und Rechtsreputation als Faktoren der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz, das "Legal Black Hole" der zugrunde liegenden Rechtskonzeption" in der Festschrift "25 Jahre juristische Abschlüsse an der Universität St. Gallen (HSG), Rechtliche Rahmenbedingungen des Wirtschaftsstandortes Schweiz", "Risk and Response, zur Notwendigkeit eines strategischen Umgangs und Catastrophic Risks in Grenzbereichen technologischer und wissenschaftlicher Entwicklungen" in der Festschrift für / Hommage à Jacques Santer und mit Nedim Peter Vogt "English as the Language of Law" and the 2005 "Swiss Law Bibliography", in LeGes- Gesetzgebung und Evaluation, geschrieben.

Gegenwärt arbeite ich an einer grossen Publikation mit dem Titel "Zur Internationalisierung der Rolle der Juristen aus europäishcer Perspektive" mit den Kapiteln A. Das amerikanische Umfeld des International Lawyers, B. International Lawyers als Professionals und International Lawfirms als Professional Service Firms, C. Die Internationalisierung der Rechtsausbildung und Forschung im Wandel und D. Lawyering and Beyond - Strategischere Dimensionen juristischer Tätigkeit im internationalisierten Umfeld.
In Anbetracht des Stillstandes der technologischen Entwicklung in der Wissensabneigung nach der Erfindung des "Nürnberger Trichters" wird sich weisen, wie , in welcher Reihenfolge und in welchen Zeitabständen diese umfangreiche Textfolge geschrieben wird.

Mein publizistisches Credo

Alle diese Publikationen werden sich wiederum mehrheitlich mit Themen auseinandersetzen, die trotz Praxisrelevanz aus Mangel an Zeit durch Praktiker nicht behandelt und wegen Praxisrelevanz an Hochschulen in der Regel als nicht akademisch qualifiziert werden. Es gilt ein weites Feld des kritischen Umganges mit dem "International Legal Process" mit einzelnen Beiträgen, Schritt für Schritt und in verschiedenen wissenschaftlichen und publizistischen Texttypen, weiter zu erschliessen. In diesem Sinne werde ich mich im wissenschaftlichen Bereich nicht an die traditionelle Nomenklatur und Klassifikation von Publikationen und kaum an die Qualifikationslimiten für von Academia als so genannt wissenschaftliches halten. Es gilt zudem später, die publizistischen Medien, insbesondere periodisch erscheinende Zeitschriften und führende Tageszeitungen und verschiedene journalistische Texttypen in die sophistizierte und nicht boulevardisierte Darstellung von rechtlichen Fragen mit einem Wirtschaftsbezug unter besonderer Berücksichtigung der transatlantischen Perspektive einzubeziehen. Ich freue mich deshalb auf eine spätere teilweise journalistische, kolumnistische und essayistische Schreibtätigkeit, fürs Erste einmal bei guten Anlässen in der Neuen Zürcher Zeitung, weitere Medien mögen hinzukommen. Es geht vor allem auch darum, dass die Bedeutung von Recht und Juristen in der globalisierten Wirtschaft in denjenigen Medien zur Darstellung kommen, die eine Art geistige Luftherrschaft über diese mediatisierte und virtualisierte "Wirklichkeit" ausüben.

Es ist falsch vornehm, sich in diesem wissens- und kommunikationsbezogenen "Kampf ums Recht" hier den Pelz nicht nass zu machen.

Bei Lichte betrachtet hat sich aber gezeigt, dass entgegen dem Öffentlichkeit anstrebenden Publizieren, das sich im Privaten off the record vollziehenden Sprechen in den Begegnungen im "The Salon" - zuweilen über die gleichen Themen - als in der persönlichen Lebensgestaltung fürs erste und vorläufig als wichtiger erwiesen hat. Verba volant - scripta manent?