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Legal Reasoning Wintersemester 2005 / 2006
[ FS
2008 ]
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2007 ]
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2006/07 ]
[ SS
2006 ]
[ WS
2005/06 ]
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2002/03 ]
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2002 ] [ WS
2001/02 ]
[ SS
2000 ]
Es geht um eine im Wintersemester 2005 / 2006 für die Studenten im ersten Jahr der Masterstufe des Masters of Law and
Economics durchgeführte Pflichtveranstaltung. Prof. Drolshammer war hauptverantwortlicher Dozent. Infolge der Abwesenheit
im fall term als Visiting Research Professor an der Harvard Law School wurde die Lehrveranstaltung in einen Grundlagenteil,
der in der ersten Semesterhälfte von Herrn Prof. Ivo Schwander und Frau Dr. Patricia Egli gehalten wurde und in einen
Vertiefungsteil, den Prof. Drolshammer in der zweiter Semesterhälfte mit ausgewählten Gastprofessoren bestritt, aufgeteilt.
Im Zentrum der Lehrveranstaltung stand die Methodenlehre, die traditionellerweise in der Schweiz zivilistisch geprägt wird. Die
Kontaktveranstaltungen erfolgten auf der Grundlage eines umfassenden Readers, aufgrund dessen im Selbststudium die Grundlagen
der juristischen Methodenlehre erarbeitet wurden.
Im Grundlagenteil in der ersten Semesterhälfte ging es um Anwendung der im Selbststudium erarbeiteten Grundlage der Methodenlehre
und um eine Vertiefung ausgewählter Fragen des Privatrechts und des öffentlichen Rechts anhand von Fällen, Gerichtsurteilen und
Literaturauszügen.
Im von Prof. Drolshammer betreuten Vertiefungsteil ging es neu und zusätzlich um die Etablierung eines differenzierten und erweiterten
Methodenverständnisses mit Bezug auf Funktion, Entstehen, Veränderungen und Stellenwert der Methodenlehre in verschiedenen Bereichen
des Rechts. Es ging darum, dass angesichts der heute selbst in einem nationalrechtlichen Kontext unterschätzten Bedeutung der
Methodenlehre gleichzeitig und gleichgewichtig rechtsgebiets-, rechtskultur- und rechtsstufenspezifische erweiterte Fragestellungen
einbezogen und den Studierenden bewusst gemacht wurden. Die Methodenlehre hat zum Beispiel in verschiedenen Rechtskulturen, in
verschiedenen Rechtsgebieten, in verschiedenen Stadien der Entwicklung eines Rechtsgebiets, in verschiedenen Stadien der Rechtsverwirklichung
in verschiedenen Rechtsgebieten und in verschiedenen geschichtlichen und politischen Umständen eine bereichspezifische und teilweise
auch andere Funktion. In diesem Zusammenhang ging es in der Lehrveranstaltung auch um ein internationalsierungsadäquates Verständnis
der Rolle der Methodenlehre im Entstehen, im Anwenden und im Durchsetzen von Recht im Wandel.
Dieses erweiterte Methodenverständnis wurde durch die Gastprofessoren Prof. Arthur Miller, Harvard Law School, Prof. Dr. Marc
Amstutz, Universität Fribourg, Prof. Dr. h.c. Daniel Thürer, Universität Zürich, Prof. Dr. Ernst Kramer, Universität Basel und
Prof. Dr. h.c. Bernd Rüthers, ehemals Universität Konstanz, bereichs- und kulturspezifisch erläutert. Die angeleitete Diskussion
in diesen Gastvorträgen erfolgte auf der Grundlage der von den Gästen selbst zur Vorbereitung gewählten Texte, die in den Reader
Eingang fanden.
Es bestand die Möglichkeit, jeweils fakultative Nachtessen mit den Gastprofessoren im kleinen Kreise durchzuführen.
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